Velotour von Simon Degelo

Zürich-Nairobi

Reiseberichte

5. Etappe

Vielen Dank fuer all die besorgten Mails ueber meine Gesundheit. Mir geht es aber schon lange wieder praechtig.

 

Als ich die fiesen Bazillen besiegt hatte, fuhr ich Nil aufwaerts nach Luxor. Das Niltal kommt mir vor wie eine endlose Oase, die sich durch die Wueste zieht. Es war mir eine willkommene Abwechslung endlich wieder etwas Gruen zu sehen. Hier wird auf jedem Fleck Erde irgend etwas angebaut. Dabei wird die Landwirtschaft noch weitgehend wie zu Zeiten der Pharaonen betrieben. Die einzige Neuerung, die die Industriealisierung gebracht hat sind offensichtlich die motorisierten  Wasserpumpen, die zum bewaessern der Felder benutzt werden. Aber zum teil wird sogar das noch mit Ochsenkraft bewaeltigt.

 

In Luxor machte ich zwei Tage Pause. Was uns dort die alten Aegypter hinterlassen haben, konnte ich nicht links liegen lassen: Die reich dekorierten Graeber der Pharaonen, im Tal der Koenige waren phantastisch. Noch viel mehr beeindruckte mich aber der Tempel von Karnak. Daneben sieht alles, was die Roemer und Griechen gebaut haben wie Kinderspielzeug aus.

 

In Luxor traf ich den ersten anderen Radfahrer an. Tim, ein Englaender, ist schon vier Monate mit dem Velo unterwegs. Er will die ganze Welt umradeln. Interassanterweise war er als er seine Reise antrat weder Velobegeistert noch sportlich. Er ueberlegte sich einfach, welches das beste Verkehsmittel fuer seine Reise sei und kam auf den einzigen richtigen Schluss. Also kaufte er sich ein gutes Velo und fuhr mit seinen ueber 100 Kilo los. Von denen hat er inzwischen schon einige auf der Strecke liegen gelassen.

 

Inzwischen bin ich in Aswan und warte auf die Fahrer der Tour d'Afrique, mit denen ich gemeinsam den Sudan durchqueren werde. Um die Wartezeit zu ueberbruecken fuhr ich letzthin nach Abu Simbl, 280km durch die Wueste. Ich legte die Stecke in einem Tag zurueck, einfach weil ich wissen wollte, ob es geht. Allerdings ist es dort sehr flach und auch der Wind hat mir etwas dabei geholfen.

Der Tempel dort war schoen, allerdings fuehlte ich mich darin wie in einem Museum. Er nach dem Bau des High Dams in Aswan unter Wasser gestanden, also wurde er zersaegt und ea einem hoeheren Ort wieder aufgebaut. Obwohl man davon nichts sieht, hat er dadurch seine Magie verloren.

 

Heute treffe ich die anderen Velofahrer. Ich freue mich auf die Gesellschaft und bin gespannt, was das fuer Leute sind.

 

Ich werde wohl lange keine Internetverbindung haben, vielleicht schreibe ich erst in Addis Abbeba wieder. Inzwischen koennt ihr auf http://www.tourdafrique.com/ herausfinden wo ich stecke.

 

Gruss Simon

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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