Reisebericht 1 / Mai 2004

 

   

Adieu – Abschied auf der Klingentalfähre

 

Am ersten Frühsommermorgen im Mai fahren wir endlich los. Freunde und Freundinnen, WG-Mitbewohnerinnen und -Mitbewohner, Väter, Mütter und Schwestern sind auf die Klingentalfähre gekommen, um uns bei Handorgelmusik, Kaffee und Gipfeli zu verabschieden. Ein halbes Jahr werden wir mit dem Fahrrad unterwegs sein in den „wilden Osten“. Ziel ist Zentralasien.

Schon öfters haben wir Fahrradtouren in  unseren Ferien unternommen. Dieses Mal möchen wir nicht nach drei Wochen zurückkehren müssen, sondern uns einen langersehnten Wunsch erfüllen: auf unseren Fahrrädern ausgerüstet mit Zelt und Kocher auf eine längere Reise zu gehen.

 

Schweiz – Erholung bei Freundinnen und Freunden

 

Die erste Woche beginnen wir gemächlich. Wir besuchen liebe Freunde, die uns sogar entgegen fahren oder uns ein Stück begleiten. Bei ihnen bleiben wir jeweils einen Tag, um noch die letzten Ausrüstungsgegenstände zu kaufen oder einfach Zeit zu haben. Basel – Schaffhausen ist unsere erste Etappe. Über den Seerücken nach St. Gallen führt uns der Weg ins wunderschöne Appenzell  und runter ins Rheintal nach Chur. Davos ist die nächste Station.

Danach überqueren wir den ersten „richtigen“ Pass – den Flüela. Um 11.00 haben wir die Passhöhe erreicht. Die autofreie Passabfahrt entschädigt uns für das frühe Aufstehen, denn der Pass ist wegen der Lawinengefahr tagsüber ab 11 Uhr geschlossen. Die rasante Passabfahrt vom winterlichen Pass runter in den unterengadiner Frühling – ohne sich um Gegenverkehr Sorgen zu machen – ist wunderbar.

Guarda: Das Bergdorf im Unterengadin ist unsere letzte Schweizer Station, bevor wir über den Ofenpass durchs Val Mustair nach Italien fahren. Hier bietet sich nochmals Gelegenheit Ballast abzuwerfen, die Fahrräder auf Vorderfrau und –mann zu bringen und die vom Winterschlaf erwachende Bündner Bergwelt zu geniessen. 

 

 

 

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