Velotour von Simon Degelo

Zürich-Nairobi

Reiseberichte

 
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Erste Etappe: Von Zuerich nach Trieste

 

Mitten im Winter nach Italien zu fahren ist schon etwas verrueckt. Aber ich liess mir von den Wiedrigkeiten nicht die Freude am Velofahren verderben. Weder vom Schnee auf dem Ofenpass noch vom Dauerregen im Suedtirol.

Aber dass man das Zelten bei diesen Bedingungen lassen sollte, habe ich inzwischen eingesehen. Als es am dritten Tag zu regnen aufgehoert hatte und ich zum ersten mal in Italien die Sonne sah, wurde ich so euphorisch, dass ich alle Bedenken ueber Bord warf. Ich fand dann auch noch einen wunderschoenen Platz an einem See, wo ich mein Zelt aufstellen wollte. Kaum hatte ich mich dort ausgebreitet und mit Kochen begonnen, da fing es an, leicht zu regnen. Bald schuettete es in Stroemen und so musste ich mein Zelt im Regen aufstellen aber jetzt noch eine Herberge zu suchen, dazu hatte ich noch weniger Lust. Es hoerte die ganze Nacht nicht auf und so wurde es ziemlich nass und kuehl in meinem Schlafsack.

Am naechsten Tag hatte ich erst am Nachmittag wieder so richtig warm. Bei einer Rast trocknete ich meine Sachen so gut es ging.

Da diesmal der Himmel abends ganz klar war, wollte ich es noch einmal versuchen mit campieren.    Diesmal blieb es trocken, dafuer bekam ich noch Besuch von der Polizei. Sie wollten nur zum rechten schuauen und nahmen meine Personalien auf. Gegen mein Nachtlager hatten sie nichts einzuwenden, aber mein Beutel mit Verveine-Tee erregte ihr Misstrauen.

Die Nacht wurde dann doch wieder ziemlich kalt, der Schlafsack wieder nass. Diesmal aber nicht  vom Regen, sondern vom Kondenswasser. So wachte ich immer wieder frierend auf und sehnte den Morgen herbei. Als er endlich da war schwoerte ich mir, erst in Israel wieder zu campieren.

Die Fahrt am naechsten Tag war wieder wunderschoen. Zu meinem erstaunen konnte ich die meinste  Zeit auf einem Radweg fahren.

Nachdem ich in der jugi von San Vito den Konfort eines warmen Bettes genoss, bin ich gestern in Trieste angekommen. Heute fahre ich nach Monfalcone zurueck, von abends mein Schiff anlegt. Ich freue mich ein paar ruhige, erholsame Tage und bin gespannt, wie es sich an Board eines Frachtschiffes lebt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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